EPIxxxx, ERIxxxx | IO-Link-Box-Module

EPIxxxx, ERIxxxx | IO-Link-Box-Module

Seit 2013 steht das Kommunikationssystem IO-Link als internationaler Standard nach IEC 61131-9 weltweit zur Verfügung und ist damit die erste weltweit standardisierte Technologie zur Kommunikation mit Sensoren und Aktoren unterhalb der Feldbusebene. Beckhoff bietet basierend auf diesem Standard ein neues, umfangreiches Sortiment an IO-Link-Box-Modulen in IP 67 zum Aufbau kostengünstiger Punkt-zu-Punkt-Verbindungen direkt im Feld.

Die IO-Link-Box-Module EPIxxxx und ERIxxxx erlauben den Anschluss von binären und komplexen Sensoren und Aktoren im Feld. Die Verbindung zwischen den Modulen und dem jeweiligen IO-Link-Master erfolgt über eine M12-Verbindungsleitung (Port Class A). Bei Modulen mit erhöhtem Stromverbrauch kann eine zusätzliche Spannungseinspeisung erfolgen (Port Class B). Durch die Nutzung ungeschirmter Industriekabel ist eine kostengünstige Verkabelung möglich. Die Module sind nach IO-Link-Spezifikation V1.1 ausgelegt, die Reichweite der Punkt-zu-Punkt-Verbindung beträgt gemäß der Spezifikation 20 m. Die verbundenen IO-Link-Teilnehmer können durchgängig identifiziert, diagnostiziert und im Bedarfsfall einfach getauscht werden, ohne eine erneute Parametrierung durchführen zu müssen.

Durch die kompakte Bauform sind die IO-Link-Box-Module für die unterschiedlichsten Einsatzorte geeignet. Die Integration der IO-Link-Anschaltungen erfolgt daher sowohl im bewährten Kunststoff-Gehäuse (EPI) als auch im Zinkdruckguss-Gehäuse (ERI) für zusätzlichen Schutz bei extrem rauer Umgebung. Binäre Sensoren können an 8- oder 16-kanaligen Module mit M8- oder M12-Verschraubung angeschlossen werden. Besonders flexibel nutzbar sind die universellen digitalen I/O-Module mit acht bzw. 16 frei nutzbaren Ein-/Ausgangskanälen. Mit der 4-Kanal-Analog-Eingangs- bzw. der Kombi-Box mit zwei analogen Eingängen und zwei analogen Ausgängen, können analoge Signale erfasst und ausgegeben werden. In Kombination mit einem V1.1-Master können dadurch die Sensorparameter im Master gespeichert und zurückgeladen werden.

Neben den Prozessdaten werden zusätzlich bei den IO-Link-Box-Modulen auch azyklische Daten wie Geräteinformationen (Parameter, Identifikationsdaten, Diagnose etc.) und Ereignisse (z. B. Fehlermeldung, Warnung) übertragen. Beckhoff bietet IO-Link-Master in IP-20- und IP-67-Formaten:

  • EtherCAT-Klemme EL6224 (IP 20)
  • EtherCAT Box EP6224 (IP 67)
  • Busklemme KL6224 (IP 20)

Das IO-Link-Konfigurationstool ist direkt in das TwinCAT-Softwaresystem integriert. Neben der Programmierung des Steuerungssystems werden in TwinCAT die zyklischen Daten verschiedener Feldbusse in Prozessabbildern gesammelt, darunter auch die Daten der IO-Link-Teilnehmer, weshalb kein separates Konfigurationstool erforderlich ist. Mit TwinCAT lassen sich in einer Software überlagerte Feldbusse, wie EtherCAT, mit der Sensor-/Aktorebene komfortabel verbinden und einfach konfigurieren. Die Scan-Funktion der IO-Link-Teilnehmer erleichtert zudem ihre Einbindung. In Verbindung mit dem Import der Gerätebeschreibungsdatei IODD (IO Device Description) kann über das Konfigurationstool direkt auf die Parameter und Diagnosedaten zugegriffen werden. Ein Zugriff auf die IO-Link-Parameter und -Diagnosedaten aus einem Anwenderprogramm ist ebenfalls mit Hilfe des TwinCAT-Softwaresystems einfach und komfortabel möglich.